Aktuelles

Aktuelle Themen aus diesem Jahr zusammengefasst

AKASüd für den Erhalt der Naturfläche des Flugplatzareals

AKASüd für den Erhalt der Naturfläche des Flugplatzareals

Oberbürgermeister Marco Steffens erklärt den Bürgerinnen und Bürgern, dass nur ein Gewerbegebiet auf dem Flugplatzareal die wirtschaftliche Zukunft der Stadt sichern könne. Ja, eine starke Wirtschaft ist wichtig. Aber ebenso wichtig sind Güter, die immer seltener werden: eine schützenswerte Natur, wertvolle Pflanzen- und Tierlebensräume sowie die kühlende Wirkung der offenen Flächen des Flugplatzareals auf das Stadtklima. In einem Gutachten des Büros GEO-NET wird eine nur mäßige nächtliche Abkühlung durch Luftströmungen über den Königswald für Hildboltsweier, Albersbösch und Uffhofen beschrieben. Daraus wird gefolgert, dass eine Bebauung des Flugplatzes keine negativen Auswirkungen habe. Viele Offenburgerinnen und Offenburger erleben jedoch etwas anderes: den abendlichen „Kinzigtäler“-Wind, der die aufgeheizte Stadt spürbar abkühlt – bis weit ins Zentrum hinein. Diese Wirkung ist auch deshalb möglich, weil der Wind bislang ungehindert über die offene Fläche des Flugplatzareals strömen kann. In der stadtklimatischen Analyse von GEO-NET spielt dieser Effekt jedoch keine Rolle. Wir sind überzeugt, dass seine Bedeutung mit Blick auf zunehmend heiße Sommer und die Lebensqualität aller Menschen besonders die der Kleinkinder, Kranken und älteren Menschen künftig noch größer werden wird. Ein Gewerbegebiet kann – auch mit Begrünung – den Verlust einer intakten Naturlandschaft nicht ausgleichen. Selbst gut geplante Ausgleichsmaßnahmen benötigen Jahrzehnte, um ihre Wirkung überhaupt annähernd zu entfalten – sofern sie gelingen. Unklar bleibt zudem die zusätzliche Verkehrsbelastung. Schon heute kommt es auf der B3/B33 regelmäßig zu Staus. Ein weiteres Gewerbegebiet würde die Situation zu Stoßzeiten verschärfen und auch den Südring stärker belasten. Mehr Verkehr bedeutet auch mehr Lärm und Schadstoffe – mit spürbaren Folgen für die Gesundheit der Anwohnerinnen und Anwohner. Sollte dennoch zusätzlicher Raum für Gewerbe geschaffen werden müssen, stellt sich die Frage: Warum nicht in einem deutlich reduzierten und verträglichen Umfang? Als möglicher Kompromiss könnte eine gezielte Nutzung für flugplatznahe Zukunftsbranchen in Betracht gezogen werden. Dazu zählen etwa Unternehmen aus der Luftfahrttechnik, Forschung und Start-ups, Flugsimulatoren, Drohnen-Dienstleistungen oder neue Formen der Luftmobilität. Diese Bereiche könnten Perspektiven eröffnen, ohne das gesamte Areal zu versiegeln. Auch die regionalen Winzer würden vom Erhalt des Flugplatzes profitieren: Die dort stationierten Hagelflieger können bei Bedarf schnell starten und wie bisher wirksame Hagelabwehr leisten. Die Stadt sollte ihre wertvollen Naturflächen nicht aufgeben, solange bestehende Gewerbegebiete ihr Potenzial nicht besser nutzen – etwa durch Aufstockung von Gebäuden oder mehrgeschossige Parkplatzüberbauungen.

Im OT ab 26.01.2026

Plakat

Einwohnergemeinschaft
Offenburg-Hildboltsweier e.V.

Tulpenweg 16a
77656 Offenburg-Hildboltsweier

Finden Sie uns auf Google Map

logo

Vorfahrt für Mensch und Umwelt